MOTIVATION FINDEN MIT MIKE ALLSOPMOTIVATION FINDEN MIT MIKE ALLSOP

Text: Jennifer Lane
Fotos: Mike Allsop

20. April 2018

Flugzeugführer, Everest-Bergsteiger, Abenteurer und engagierter Familienvater – Mike Allsop ist ein gewöhnlicher Mensch, der beweist, dass jeder außergewöhnliche Dinge erzielen kann. Er ist Experte, wenn es um Motivation geht, gibt aber zu, dass es ihm nicht immer leicht fällt. Wir befragten ihn zum Thema Motivation und wie er darauf zurückgreift, um seine Träume zu verwirklichen.

Die meisten von uns möchten große Dinge erreichen, finden aber häufig nicht die Motivation dafür. Ist das manchmal auch ein Problem für dich?
Es ist nicht immer leicht, motiviert zu bleiben, insbesondere heutzutage, wenn man die rosinengepickten supermotivierten Momente anderer, stolz präsentiert, jeden Morgen in den sozialen Medien sieht, während man sein Frühstück isst.

Ehrlich gesagt finde ich es schwer, Motivation zu finden. Sie kommt und geht. Manchmal bin ich total aufgedreht und nichts kann mich stoppen. Andere Male würde ich lieber ein Bier trinken und einfach nur sein.

Du bist Experte, wenn es um Motivation geht – und hältst sogar Vorträge zu dem Thema. Wie kann es sein, dass es dir nicht immer leicht fällt?
Ich habe Mt. Everest im Rahmen einer ungeführten Expedition bestiegen, bin sieben Marathons an sieben Tagen auf sieben Kontinenten gelaufen, und bin den höchsten Marathon (inoffiziell) mit Start auf über 5500 Meter Höhe gelaufen.

Darüber hinaus habe ich ein Buch geschrieben, unzählige Vorträge für Unternehmen gehalten und Kunden zum Everest Base Camp begleitet …warum also fällt es mir manchmal schwer, Motivation zu finden? Die Antwort zur dieser Frage ist ganz einfach, ich bin Mensch.

Wenn es dir also an Motivation fehlt, wie bringst du dich wieder auf Kurs?
Glücklicherweise habe ich Wege entdeckt, die mir wieder auf die Sprünge helfen. Zunächst erlaube ich mir etwas Selbst-Mitgefühl. Ich entspanne mich und versuche, mir keinen Stress zu machen, was leichter gesagt ist als getan. Dann erlaube ich es mir zu träumen, und zwar ganz große Träume. Ich lese viel, und zwar Bücher über Dinge, die mich aufheitern, wie etwa Bergsport und Abenteuer, erzählt von legendären Vorbildern wie Sir Ranulph Fiennes, Bear Grylls, Rob Hall und Gary Ball.Vor einiger Zeit bist du nach Neuseeland gereist. Was waren deine ersten Eindrücke von dem Land?
Das erste Mal war ich als Rucksackreisender dort. Nach einem Jahr Australien dachte ich, es wäre interessant, über den Graben zu springen, um richtige Berge und dramatische Landschaften zu sehen. Ich kam in Wellington an und reiste per Anhalter nach Auckland, um ein Auto zu kaufen und einen Roadtrip über beide Inseln zu starten. Mein erster Eindruck war, dass das Land sehr unverfälscht ist, und die Nordinsel mit ihren grünen rollenden Hügeln kam mir traumartig vor. Es war nur ein Vorgeschmack auf das, was mich einen Monat später auf der Südinsel erwartete.

Je mehr ich träume, desto klarer und ausgereifter werden meine Ideen. Wenn ich ins Bett gehe und über einen Traum nachdenke und beim Aufwachen immer noch darüber nachdenke, weiß ich, dass ich eine Leidenschaft entwickelt habe. Leidenschaft ist so wichtig.

Als Nächstes schreibe ich alles auf. Ideen, Träume – manchmal nur weitschweifende Ideen – alles wird zu Papier gebracht. Es ist statistisch erwiesen, dass die Wahrscheinlichkeit, ein Ziel zu erreichen, 80 % höher ist, wenn du deine Träume und Ziele aufschreibst*.

Wie schaffst du es, Träume und Ideen tatsächlich zu verwirklichen?
Sobald ich den Goldklumpen einer Idee oder eines Traums habe, setze ich mir Ziele, und das bedeutet Planen mit einer Terminfrist. Wie Napoleon Hill einmal sagte: „Ein Ziel ist ein Traum mit Verfallsdatum.“

Ich entwickle eine Mindmap, einen Plan, den ich in kleinere Abschnitte unterteile. Ich setze mein Ziel in die Mitte und umsäume es mit den einzelnen Schritten, die ich unternehmen muss, um es zu erreichen.

Und dieser Prozess hat dir geholfen, einige deiner großen Ziele zu erreichen?
Ja. Als ich mich daran machte, Everest zu besteigen, waren die wichtigsten Elemente und Schritte, die mein Ziel umgaben, Erfahrung im Bergsteigen, Ausrüstung, Finanzierung, Familie, Gesundheit und Fitness, Mut und Inspiration.

Jedes Element habe ich in immer kleinere Teile zerlegt – und mir überlegt, wie ich jedes einzelne erfüllen würde.

Je mehr ich träume, desto klarer und ausgereifter werden meine Ideen. Wenn ich ins Bett gehe und über einen Traum nachdenke und beim Aufwachen immer noch darüber nachdenke, weiß ich, dass ich eine Leidenschaft entwickelt habe. Leidenschaft ist so wichtig.

Als Nächstes schreibe ich alles auf. Ideen, Träume – manchmal nur weitschweifende Ideen – alles wird zu Papier gebracht. Es ist statistisch erwiesen, dass die Wahrscheinlichkeit, ein Ziel zu erreichen, 80 % höher ist, wenn du deine Träume und Ziele aufschreibst*.

Wie schaffst du es, Träume und Ideen tatsächlich zu verwirklichen?
Sobald ich den Goldklumpen einer Idee oder eines Traums habe, setze ich mir Ziele, und das bedeutet Planen mit einer Terminfrist. Wie Napoleon Hill einmal sagte: „Ein Ziel ist ein Traum mit Verfallsdatum.“

Ich entwickle eine Mindmap, einen Plan, den ich in kleinere Abschnitte unterteile. Ich setze mein Ziel in die Mitte und umsäume es mit den einzelnen Schritten, die ich unternehmen muss, um es zu erreichen.

Und dieser Prozess hat dir geholfen, einige deiner großen Ziele zu erreichen?
Ja. Als ich mich daran machte, Everest zu besteigen, waren die wichtigsten Elemente und Schritte, die mein Ziel umgaben, Erfahrung im Bergsteigen, Ausrüstung, Finanzierung, Familie, Gesundheit und Fitness, Mut und Inspiration.

Jedes Element habe ich in immer kleinere Teile zerlegt – und mir überlegt, wie ich jedes einzelne erfüllen würde.

Wenn du einmal den Mut findest und etwas erreichst, von dem du geglaubt hast, dass es unerreichbar oder unmöglich ist, entwickelst du eine ganz neue Reihe von Überzeugungen. Es sind diese Überzeugungen, die es dir erlauben, weiterzumachen und immer größere Dinge zu erzielen.

Um es mit den Worten von Mary Anne Radmacher auszudrücken: „Mut ist nicht immer ein lautes Getöse. Manchmal ist es die ruhige, leise Stimme am Ende des Tages, die sagt: Morgen versuche ich es wieder.“

Auf welchen großen Traum arbeitest du momentan hin?
Ich schreibe nochmals ein Buch und gehe für ein paar Wochen nach Nepal, um es zu schreiben, ich kann es nicht erwarten in die Himalayas zurückzukehren. Im Juli werde ich den Kilimandscharo mit meinem 15-jährigen Sohn besteigen, das wird ein zauberhaftes Abenteuer werden.

Außerdem habe ich für April 2019 ein Motorradabenteuer in den Himalayas geplant. Ich habe nur einen Lern-Motorradführerschein und nicht viel Erfahrung. Indem ich mir jedoch eine Terminfrist setze und einigen Leuten, denen ich vertraue, davon erzähle, mache ich mir selbst ein wenig Druck, um es tatsächlich zu tun.

April 2019 wird sicherlich schnell kommen und dann werde ich auf einem Royal Enfield Motorrad den Sonnenaufgang über dem Himalaya beobachten.

„Warum fällt es mir manchmal schwer, Motivation zu finden? Die Antwort zur dieser Frage ist ganz einfach, ich bin Mensch.“

Vater-Sohn-Abenteuer, Dylan als er 7 Jahre alt war.

Familienabenteuer, Ethan und Dylan, beide 11 Jahre, über dem Dorf Namchee.

Erstes Vater-Sohn-Abenteuer 2010.

Meine Familie.